
> Termine: 24. und 25.09.2026
> Zeit: jeweils 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
> Dauer: 2 Tage, 16 Unterrichtsstunden
> Veranstaltungsort: AWO Bezirksgeschäftsstelle Marie-Juchacz-Haus, Dreikaiserweg 4, 56068 Koblenz
> Kosten: 350,- € zzgl. 19 % MwSt.
> Zielgruppe: Pflege, Sozialdienst
> Verpflegung: Kaffee, Tee, Wasser ganztags, Obst am Vormittag, Mittagessen
> Referent/in: Frau Martina Böhmer
Seminarbeschreibung:
Die Biographien der heute alten Frauen und Männer sind häufig geprägt durch vielfältige und geschlechtsspezifische (traumatische) Gewalterfahrungen im Kontext von Kriegs- und Krisenzeiten weltweit, dem Zweiten Weltkrieg, wie z. B. durch erzwungene Migration, Verfolgung, Vergewaltigungen, Bombenangriffe, eigenen Gewalttaten, Hungersnot. Ebenso auch durch frühere oder / und aktuelle häusliche und sexualisierte Gewalt; chronische und lebensbedrohliche Erkrankungen; beginnende / bestehende Pflegebedürftigkeit und viele weitere traumatische Ereignisse.
Diese meist unverarbeiteten Ereignisse können bei einer Hilfe- oder gar Pflegebedürftigkeit, einem Angewiesen-sein auf andere Menschen wieder aufbrechen, da es sich hier häufig um erneute Ohnmachtserfahrungen handelt.
Die Betroffenen reagieren dann mit den unterschiedlichsten Symptomen und Verhaltensweisen.
So sind Mitarbeitende in den Pflegeberufen immer mehr mit den Konsequenzen traumatischer Erfahrungen in ihrer Arbeit mit alten Menschen konfrontiert. Häufig bleiben dabei Fragen offen wie z.B. nach dem konkreten Umgang mit traumatischen Erfahrungen oder den Möglichkeiten hilfreicher pflegerischer und anderer Unterstützungsangebote – auch trotz Zeitknappheit.
Um die Betroffenen angemessen und traumasensibel unterstützen zu können, wird Ziel und Inhalt der Fortbildung sein, anhand von Wissenserweiterung rund um das Thema Trauma (Definition, Ursachen, Folgen), der Vorstellung von entsprechenden Biografien und den Fallgeschichten aus der Praxis der Teilnehmenden traumasensible Pflege und allgemeiner traumasensibler Umgang mit den Betroffenen zu erarbeiten.
Auch wird die Unterscheidung von Traumafolgen und Demenzsymptomen ein Thema der Fortbildung sein.
Es werden Methoden der Traumasensiblen Pflege, Stressbewältigung und Ressourcenstärkung für sowohl die betroffenen Frauen und Männer als auch für die Teilnehmenden vorgestellt.
Ziele:
Die Teilnehmenden
- kennen Traumaursachen und -folgen
- verstehen die Symptome u. Verhaltensweisen der Betroffenen als Überlebensstrategien und können Unterstützung u. Schutz vor bzw. bei Trauma-Aktivierungen geben
- kennen Methoden der traumasensiblen Pflege
- können Unterstützung zur Ressourcenstärkung geben
- erkennen ihre eigenen Belastungen und können sich schützen und versorgen
- erkennen aktuelle belastende Situationen und finden einen entsprechenden Umgang damit
Methoden:
- Referate, Gruppenarbeiten, Diskussion, Fallbesprechungen
- Imaginative Übungen nach Reddemann
- Körperübungen
- Einsatz verschiedener Medien






